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Konferenz

#DigitalHumanities in der Praxis

Ergebnisse aus drei Jahren Forschung und Lehre am Göttingen Centre for Digital Humanities

Montag, 1. Juni 2015, SUB Göttingen, 9:00–16:30 Uhr

Nach drei Jahren praktischer Erfahrung mit den Ansätzen und Methoden der Digital Humanities ist es Zeit, zu rekapitulieren. Im Digital-Humanities-Forschungsverbund, der vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert wurde, arbeiten Historiker und Philologen, Politologen und Soziologen mit Informationswissenschaftlern und Programmierern zusammen. Zu den direkten Partnern gehören neben der Georg-August-Universität Göttingen, der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung Göttingen (GWDG) auch die Göttinger Akademie der Wissenschaften, die Wolfenbütteler Herzog August Bibliothek und das Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften. Bei der Kooperation geht es um den Aufbau digitaler Ressourcen und deren Nutzung, aber auch um die Etablierung eines DH-Lehrprogramms am Standort.

Die Konferenz findet ganztägig am Montag, 1. Juni 2015, im Alfred Hessel-Saal im Historischen Gebäude der SUB Göttingen statt (Papendiek 14).

Eine Wortwolke der erwähnten Formate, Methoden, Datenquellen und Software würde ungefähr so aussehen: Semantic Web, XML (TEI), RDF, TextGrid, OCR, Wikis, Twitter, Network Analysis, Gephi, Python, Java, arXiv.org, ATLAS.ti, GIS, imeji, ... Das technologische Know-how und die verschiedenen Datengrundlagen dienen dabei immer dazu, die geisteswissenschaftliche Forschung zu unterstützen. Die einzelnen Vorträge bieten dementsprechend ergebnisorientierte Einblicke in die verschiedenen Teilprojekte. Deutlich wird dabei, wie durch gemeinsame Probleme und Lösungsansätze beim Umgang mit digitalen Daten die Kooperation über Fächergrenzen hinweg auf neue Weisen möglich ist. Die Praktiken der Digital Humanities befinden sich in einer lebendigen Entwicklung; dabei helfen sie, neuartige geisteswissenschaftliche Erkenntnisse zu generieren, die den Fachdisziplinen zugespielt werden können und neue Fragen und Antworten liefern.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei und steht für alle Interessierten offen. Sie richtet sich dabei insbesondere an Lehrende und Studierende am Göttingen Campus, die Einblicke in die digitale Forschung am Standort gewinnen möchten. Aber auch auswärtige Zuhörer sind herzlich willkommen. Die Konferenzsprache ist (zumeist) Deutsch. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frank Fischer (ed.negnitteog-inu.rtnez@rehcsif.knarf).

Programm

Zeit
Vortrag
9:00

Gerhard Lauer (Uni Göttingen, Germanistik) / Frank Fischer (Göttingen Centre for Digital Humanities):
Drei Jahre Praxis – Der Göttinger Digital-Humanities-Forschungsverbund

9:30

Martin Langner (Uni Göttingen, Archäologie):
Auf dem Weg zum Virtuellen Museum

10:00

Jörg Wettlaufer (Akademie der Wissenschaften zu Göttingen):
Semantic Blumenbach: Verknüpfung von Texten und Objekten im WissKI-Framework

10:30

Dario Kampkaspar (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel):
Anleitung zum Unglücklichsein: Die 10 Gebote für schlechte digitale Textarbeit

11:00KAFFEEPAUSE
11:30

Yana Breindl / Andreas Busch (Uni Göttingen, Politikwissenschaft):
Internet Blocking Regulations in Liberal Democracies: A Comparative Analysis

12:00

Marco Schmitt (Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen):
Control or Openess – How Research Communities Use Web-Based Communication Technologies and How to Understand Their Path

12:30

Susanne Friese (Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften):
Applicability of Computer-Aided Qualitative Data Analysis Software for Diverse Methodological Approaches

13:00MITTAGSPAUSE
14:00

Fabian Cremer (Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften):
Schwimmkurse, Sprungbretter, Sammelbecken – Perspektiven eines Forschungsinstituts (MPI-MMG) auf digital gestützte Forschung

14:30

Oliver Schmitt (Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung Göttingen) / Fabian Cremer (Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen):
Skalierungsfragen – Projektinfrastruktur und Universitätsinfrastruktur

15:00

Andrea Schneider (Göttingen Centre for Digital Humanities) / Ansgar Kellner (Uni Göttingen, Informatik):
Erfahrungen bei der Verankerung der Digital Humanities in der Lehre

15:30

Ele Kraft (Göttingen Centre for Digital Humanities):
Sharing Digital Knowledge and Expertise – Die Spring und Summer Schools des GCDH

16:00

Frank Fischer (Göttingen Centre for Digital Humanities):
Schlussworte