Workshop „Wissenschaftsgeschichte und Digital Humanities in Forschung und Lehre“

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Ein Workshop des Fachverbands Wissenschaftsgeschichte (FVWG), in Kooperation mit dem Göttinger Digitalisierungszentrum (GDZ) und dem Göttingen Center for Digital Humanities (GCDH)

Datum: 7. bis 9. April 2016 | Ort: Universität Göttingen

Dieser Workshop soll alle Aspekte aus dem Bereich der Digital Humanities ansprechen, die für Wissenschaftsgeschichte von Interesse sind un d möglichst das gesamte Spektrum der wissenschaftshistorischen Aktivitäten in diesem Bereich in Forschung und Lehre abbilden, darunter insbesondere:
– Datenbankprojekte (z. B. die Stuttgarter Database of Scientific Illustrators 1450-1950)
– online Editionen (z. B. der Sommerfeld-Briefwechsel, die Basler Edition des Bernoulli-Briefwechsels oder die Pariser d’Alembert-Briefedition)
– über Texteditionen hinausgehende Projekte, die auch materielle Objekte, Instrumente und/oder ganze Sammlungen mit einbeziehen (z. B. die Blumenbach Online-Edition; lokale  Sammlungs-Verzeichnisse oder das überregionale Informationssystem Universitätssammlungen)
– interaktive Online-Führer durch Gebäude oder ganze Campus-Areale (z. B. der Historische Campusführer Stuttgart), digitale Aufbereitungen historischer Karten u. ä.
– Digitalisierungsprojekte (wie z. B. die des GDZ) und deren Nutzen
– semantische Erschließungsfragen (data-mining in big data)
– Kollokationsanalysen, digital unterstützte Begriffsgeschichte und Wortfeldanalysen
– soziale Netzwerkanalyse und Visualisierungen solcher Netzwerke
– (Ko)Zitationsanalyse und Szientometrie
– Fragen der Datensicherheit, Zugriffsrecht-Problematiken u. a. im Blickfeld rechtlicher u. ethischer Themen und Fragestellungen.

Zusätzlich dazu soll erörtert werden, wie sich diese Themen in der universitären Lehre umsetzen lasssen. Daher können gern auch einschlägige Seminar-, Projektseminar- oder  Übungsangebote vorgestellt werden, die sich entweder bereits lokal bewährt haben oder in der Planung sind. Das Thema ist dringlich, da derzeit an vielen Standorten Studiengänge in „Digital Humanities“, „Digital History“ oder analogen Denominationen aufgebaut und zugeordnete Stellen besetzt werden. Die Wissenschaftsgeschichte sollte sich in diesem boom des neuen Faches mit ihren Angeboten, laufenden Projekten, Ideen und Möglichkeiten einbringen und gleichzeitig fragen, in welcher Weise unser Fach von den aus anderen Basisfächern wie etwa der Computerlinguistik, der Bildwissenschaft, der Medieninformatik, den Philologien, der Wissenschaftsforschung oder der Szientometrie resultierenden Angeboten und Methoden
profitieren kann.
Die Veranstalter bitten um Zusendung eines Abstracts im Umfang von einer Seite mit Angabe von Name, Affiliation, und max. 300 Worten bis spätestens 15. Jan. 2016 per E-Mail oder Post an: Dr. Heiko Weber, Koordinator des Projektes „Johann Friedrich Blumenbach – online“ der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Geiststraße 10, 37073 Göttingen, Tel.: 0551-39-21565, E-Mail: hweber at gwdg.de